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Archive for the ‘Ukuleliges’ Category

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 an.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 27.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 10 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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Ukeminion

Zugeben, Minons sind mittlerweile überall. Durch aggressives Marketing sind diese sympathischen gelben Viecher auch schon jenseits des Kinderfilmpublikums bekannt. Nun gibt es sie auch als Ukulele..

Quelle: http://ragecomic.com/15940/d915ccff

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Möchte man sich eine Ukulele zulegen, ist es meist die Ukulele, welche man kauft. Gerade aktuell zur Vorweihnachtszeit nimmt der Absatz bei Ukulelen schlagartig zu. Doch gibt es die Ukulele ansich gar nicht!

Fernab von dutzenden Herstellern und Modellen, werden Ukulelen in vier Kategorien unterteilt, welche sich auf die Größe des Instrumentes beziehen. „Ukulelen sind doch alle klein!“ könnte man nun sagen. Doch wird hier im Allgemeinen zwischen Sopran-, Konzert-, Tenor- und Baritonukulelen unterschieden. Wobei die Sopranukulele der kleinste Vertreter der vier genormten Ukulelentypen ist. Im Vergleich zu artverwandten Instrumenten, wie Gitarren oder Bässen, erscheint allerdings auch die größte Ukulele, die Baritonukulele, eher handlich.

Neben diesen Bauformen gibt es noch eine Vielzahl an verschiedenen Typen, welche ich in diesem Artikel zu erklären versuche.

Die vier Ukulelegrößen im Vergleich (Bildquelle: ukulelehub.com)

Sopran

Auch bekannt als Standardukulele, handelt es sich bei der Sopranukulele um die kleinste Ukulele der vier klassischen Bauformen. Sie ist die ursprüngliche Ukulele schlechthin und das Synonym für typische hawaiianische Ukulelenklänge. Ihre Gesamtlänge beträgt 53cm, die Länge der freischwingenden Saiten zwischen Sattel und Steg (Mensur) entspricht 33cm. Ursprünglich wurde die Sopranukulele in A D F# G gestimmt. Mittlerweile hat sich aber die, um 2 Halbtöne tiefere, G C E A-Stimmung etabliert, welche auch bei den größeren Modellen (bis auf Bariton) zum Einsatz kommt. Die meisten verkauften Ukulelen sind Sopranukulelen.

Vielfach wird diskutiert, ob Sopranukulelen gerade für große Hände nicht zu filigran sind, doch da ich selbst über 2m bin und dementsprechend große Hände habe, kann ich jegliche Vorurteile und Bedenken ausräumen. Meine Hände sind zwar so groß wie der Korpus, doch hindert mich dies nicht, Fingerbrecher a la Bb im flinken Wechsel mit anderen Akkorden, oder Melodien zu spielen. Es mag zwar etwas ulkig aussehen, aber große Hände sollten also kein Hindernis beim Ukulelenspiel darstellen. Es ist lediglich eine Frage der Gewöhnung.

Konzert

Der nächstgrößere Vertreter ist die Konzertukulele Ihre Gesamtlänge beträgt knapp 58cm, die Mensurlänge 38cm. Sie wurde als Weiterentwicklung der Sopranukulele in den 1920er Jahren entwickelt. Wie die Sopranukulele, wird auch die Konzertukulele überwiegend in G C E A gestimmt. Manchmal findet man die Low-G Stimmung, bei welcher die G-Saite um eine Oktave tiefer gestimmt ist, was einen – in der Höhe – aufsteigenden Klang aller leeren Saiten bewirkt. Für die hierbei verwendete tiefe G-Saite kommt eine drahtumwickelte Nylonsaite – ähnlich der drei tiefen Stahlsaiten einer Akustikgitarre – zum Einsatz.

Tenor

Die Tenorukulele ist die zweitgrößte Ukulelenbauform. Ihre Gesamtlänge beträgt 66cm, die Mensur 43cm. Wie auch die Konzertukulele, stammt die Tenorukulele aus dem ersten Drittel des 20.Jahrhunderts. Obwohl auch hierbei die G C E A-Stimmung verwendet wird, lässt sich der Klang nicht mehr mit den kleineren Ukulelen vergleichen. Mit größerer Mensurlänge steigt auch das Schwingvermögen der Saiten. In Verbindung mit einem größeren Korpus entsteht ein vollerer, warmer Ton, welcher länger nachhallt (Sustain), als beispielsweise bei einer Sopranukulele. In der G C E A-Stimmung wird die tiefste Saite (C) meist durch eine umwickelte Saite realisiert. Weitere gebräuchliche Stimmungen sind die Low-G, oder auch teilweise sogar D G B E – was den vier hohen Saiten einer Gitarre entspricht, mit dem Unterschied dass hierbei die D-Saite um eine Oktave höher gestimmt wird, als bei der Gitarre.

Bariton

Aus den 1940er Jahren stammt der „Kontrabass“ unter den Ukulelen: die Baritonukulele. Wie der Name schon sagt, hat man es hier mit – für eine Ukulele – relativ tiefen Tönen zu tun. Mit einer Gesamtlänge von 76cm und einer Mensur von 48cm, erinnern die Ausmaße schon an eine kleinere Akustikgitarre im 1/4-Format. Die Stimmung entspricht mit D G B E hierbei 1:1 den vier hohen Saiten der Gitarre.

weitere Bauformen und Ukuleletypen

Neben den Big4 der Ukulelenformate gibt es noch einige weitere Bauformen, welche Teils allerdings auf bereits vorhandenen Formen aufsetzen oder komplett eigenständige Instrumente darstellen und daher nicht zur klassischen Ukulelekategorisierung dienen. Zu erwähnen seien hierbei:

Sopranino

Streng genommen stellt die Sopraninoukulele die kleinste aller Ukulelen dar. Allerdings ist hierbei die Mensurlänge nicht genormt, weshalb sie nicht in einem Atemzug mit den vier genormten Größen genannt wird. Die Mensur kann je nach Modell und Hersteller variieren und liegt meist bei unter 30cm. Dementsprechend winzig sind Korpus und Hals, was filigranes, sauberes spielen und häufige, schnelle Akkordwechsel für die meisten Menschen sicherlich unmöglich macht.

Ubass / Ukulelebass / Bassukulele

Hinter dem Begriff Ubass verbirgt sich ein Produkt der Firma Kala, welches einer zu einem Bass umgebauten Baritonukulele entspricht. Der Clou hierbei sind die verwendeten Polyurethan-Saiten, welche durch ihren hohen Durchmesser von mehreren mm einen sehr tiefen, warmen Ton erreichen und Teils gar an einen Kontrabass erinnern. Trotz der Ukulelengröße, wird dieses Instrument wie ein standard 34“ Bass in E A D G gestimmt.

Gitarlele / Guitarlele / Gitalele

Paaren sich Akustikgitarre und Ukulele, wäre die Gitalele wohl das Ergebnis dieses Aktes. Die Gitalele ist eine Symbiose aus beiden Instrumenten und kann als sechssaitige Ukulele mit den Maßen einer Tenorukulele gesehen werden. Im Vergleich zur ähnlich großen 1/8 Gitarre (Kindergitarre) wird die Gitalele allerdings in A D G C E A gestimmt, was einer Gitarre mit Kapo im fünften Bund entspricht (bei Standardstimmung). Die Saiten G, C, E und A entsprechen wiederum der Low-G-Stimmung.

Banjolele

Ein weiterer Zwitter aus zwei Instrumenten ist die Banjolele, welche eine Mischung aus – oh Wunder – Banjo und Ukulele darstellt. Simpel gesagt wurde hierbei ein Ukulelenhals (meist einer Tenorukulele) an den Kessel eines Banjos montiert, was je nach Sichtweise ein kleines Banjo oder eben eine Ukulele mit Banjokessel als Korpus ergibt. Der Ton ist banjotypisch quakend, die Stimmung meist die Standardukulelenstimmung.

achtsaitige Ukulele

Achtsaitige Ukulelen werden meist im Format der beiden größten Ukulelentypen hergestellt. Häufig sind dies Tenorukulelen mit eben acht Saiten, wobei diese in Chören gestimmt sind und wie normale viersaitige Ukulelen gespielt werden. Der Klang erinnert an eine Mischung aus Mandoline und zwölfsaitiger Westerngitarre.

Resonatorukulele

Auf dem Prinzip der Resonatorgitarre basiert auch die Resonatorukulele. Der markanteste Unterschied zu klassischen Holzinstrumenten, ist hierbei der Korpus, welcher statt eines Schalloches über einen so genannten Resonator verfügt. Ein mechanischer Lautsprecher aus Metall, der dem Instrument einen ganz eigenen, unverkennbaren bluesigen Sound verleiht. Häufig besteht der ganze Korpus aus Metall. Die Baugrößen richten sich nach den vier klassischen Ukuleleformaten.

Harp Ukulele

Eine eher unbekanntere Art der Ukulele stellt diese Mischung aus Harfe und Ukulele dar. Der Korpus ist hierbei mit einem geschwungenen Arm ausgestattet, welcher parallel zum Hals liegt und mit weiteren, tieferen Saiten bespannt ist. Diese Saiten werden lediglich offen gezupft und nicht gegriffen.

E-Ukulele

Ansich lässt sich jede normale Akustikukulele zu einer E-Ukulele umbauen. Spezielle Piezotonabnehmer werden unter dem Steg montiert und wandeln die akustischen Schwingungen in elektrische Signale um. Über eine Buchse wird das Signal an einen Verstärker ausgegeben. Der Umbau erfordert handwerkliches Geschick und mindestens rudimentäres Wissen im Bereich der Elektrotechnik. Wie bei einer E-Gitarre lassen sich Effekte im Signalweg einbauen. Ob es allerdings Sinn macht, eine Ukulele mit Wahwah und Distortion zu spielen sei mal dahigestellt. Im cleanen Kanal allerdings eine sehr praktische Sache, um z.B. bei Konzerten angemessene Lautstärken zu erreichen. Mittlerweile gibt es E-Ukulelen mit Vollholzkörper (solidbody), welche die Optik bekannter E-Gitarrenmodelle nachahmen. Die Baugrößen sind hierbei allerdings die selben, wie bei klassischen Akustikukulelen.

Dieser Artikel ist nun Bestandteil der Ukulelegrundlagen (Kapitel 2.1: Bauformen, Größen und Typen der Ukulele)

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Lange Zeit spielte ich schon mit der Idee, mir ein weiteres Instrument anzuschaffen. Es sollte wieder etwas akustisches werden und idealerweise in die Richtung Ukulele gehen. Eine weitere Ukulele war mir grad etwas zu abgedroschen (auch wenn der Zeitpunkt, an dem ich mir wieder eine Ukulele anschaffen werde, sicherlich in nicht all zu langer Zeit erneut kommen wird), also fiel mein Interesse auf eine Guitalele – wie der Name schon sagt, eine Mischung aus Gitarre und Ukulele. Im Grunde handelt es sich dabei um eine verkleinerte Akustikgitarre mit Capo im 5. Bund, demnach in A-Stimmung. Der Ton lässt sich ebenfalls als eine Mischung aus Nylongitarre und Ukulele bezeichnen. Klingen die Nylonsaiten exakt wie die einer Ukulele, so sorgen die drei stahlumwobenen Saiten für einen guten basslastigen Kontrast.

Im Vergleich zur Sopranukulele, ist die Guitarlele mit einer Mensur von knapp 45cm und einer Gesamtlänge von 73cm schon etwas Voluminöser. Aufgrund der enger aneinanderliegenden Saiten, ist die Fummelei allerdings nicht geringer. Rein subjektiv war die erste Begegnung mit einer Ukulele sogar etwas angenehmer und fingerfreundlicher, da hierbei der Saitenabstand nicht all zu gering ist. Immerhin sind bei der Guitarlele auf nur einem cm mehr an Halsbreite, zwei zusätzliche Saiten vertreten. Es erfordert anfänglich einiges an Fingerkoordination, hier auch die richtigen Saiten zu treffen. Insbesondere Barréakkorde gestalten sich als schwierig, aber machbar.

Ich entschied mich für die GL1 von Yamaha, da diese mit knapp über 50Eur einen sehr guten Preis, sowie ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis bietet. Obendrein macht sie optisch einiges her und erinnert noch mehr an eine geschrumpfte Akustikgitarre, als es eine Ukulele macht.

Leider entpuppte sich meine GL1 als Montagsinstrument: Permanentes Schnarren beim Ausklingen der Saiten, sowie Macken im Griffbrett. Dinge, die nicht sein dürfen. Thomann ist hier hoffentlich recht kulant. Einen genauen Test gibts dann mit – hoffentlich fehlerfreiem – Austauschinstrument.

Update (29.09.2012):

Die Wochen strichen dahin. Drei um genauer zu sein. Die erste GL1 ließ sich problemlos umtauschen, das Umtauschinstrument erhielt ich wenige Tage später. Voller Vorfreude packte ich es aus und es kam, wie es nicht hätte kommen dürfen: auch das Umtauschinstrument, welches auf dem ersten Blick makellos erschien, entpuppte sich als fehlerbehaftet. Zwar waren hier nur optische Mängel ersichtlich, doch ließen diese das Instrument billig und zusammengeflickt aussehen. Als da wären: Unterschiedliche Hölzer auf der Decke, die Leimnaht verlief diagonal und die Maserungen der Hölzer standen nicht parallel zueinander. Sperrholzoptik pur. Aufgrund der asymmetrischen Maserungen der Hölzer erschien der Steg schief – allerdings nur eine optische Täuschung. Doch muss sowas sein? Abermals kontaktierte ich Thomann und entschied mich, von der Money-Back-Garantie Gebrauch zu machen, da ich es leid war, ständig mit minderwertigen Guitalelen kämpfen zu müssen, da anscheinend entweder alle GL1-Modelle von minderer Qualität waren oder ich ständig Instrumente aus einer fehlerhaften Charge bekam. Der Retourekarton landete schnell bei der Post und somit war das Kapitel GL1 hiermit für mich beendet.

Den Kummer, den mir die GL1 bereitete, schon längst vergessen, klingelte am 18.9. mein Nachbar an der Tür und überreichte mir ein Paket, welches bei ihm abgegeben worden war. Ich staunte nicht schlecht, abermals stand ein überdimensionierter Thomann-Karton vor mir. Schweißperlen prickelten auf meiner Stirn. Haben die mir etwa noch eine GL1 geschickt? Ist meine Forderung nach der Geld-Zurück-Garantie etwa untergegangen? Wurd mein Schreiben, welches der zweiten Retoure beilag, in dem ich meinen Frust über die GL1 beteuerte, etwa gar nicht gelesen? Fast schon zitternd, mit Angst vor dem, was mich beim Öffnen des Kartons erwarten würde, griff ich beherzt zur Schere und öffnete die Kiste. Tatsächlich fand ich im Innern erneut einen trapezförmigen Karton mit der Aufschrift „Yamaha – GL1“.

Nun war sie da, die dritte Gitarlele, die ich ansich nicht mehr wollte. Es ging ans Eingemachte. Schnell war der Yamahakarton geöffnet, fix den Gigbag aufgefummelt und den Schaumstoffbeutel mit der GL1 herausgenommen. Ich war aufgeregt und schwor mir, auf alle erdenklichen Mängel zu achten.

Und da hielt ich sie in den Händen. Guitarlele Nummer drei. Eine astreine, honiggelbe Decke lächelte mich an. Ein Griffbrett, so ordentlich und pedantisch gehobelt, als hätte ein Aufseher mit einer Peitsche bei der Herstellung daneben gestanden, schmiegte sich an meine Hände. Die Bändstäbchen waren exakt geschliffen, scharfe Kanten suchte ich vergebens. Es musste tatsächlich erst die dritte Guitalele sein, die mich überzeugte. Und genau dies tat sie. Meine längst erloschene Hoffnung wich einer unbeschreiblichen Freude. Das verlorene Kind kehrte Heim! Schnell stimmte ich sie und spielte die ersten Akkorde. Der Klang war wunderschön, warm, voluminös, ukulelentypisch quakend aber auch gitarrenmäßig kräftig. Es war Liebe auf den ersten Blick und die Freude, dass ein günstiges, asiatisches Instrument doch fehlerfrei sein kann, war riesig.

Da ich das Instrument nun endlich als mein Eigentum akzeptiere, konnte ich mich auch näher damit befassen. Die Guitalele gleicht optisch einer Akustikgitarre und klingt aufgrund der A-Stimmung und der Bauweise wie eine Ukulele mit drei Stahlsaiten. Im Vergleich zu meiner Stagg Sopran Uke, wirkt die GL1 schon fast riesig. Um so erstaunter war ich, dass es doch einiges an Fummelei erforderlich war, auf ihr die ersten Akkorde zu greifen, fällt mir das Greifen auf der viel kleineren Ukulele doch so einfach. Nun, die GL1 hat nunmal sechs Saiten, die demnach enger beieinander liegen. Es ist also mehr Fingerspitzengefühl zum Greifen von Nöten, allerdings setzt die Gewöhnung schnell ein.

Klangbeispiele und weitere Details folgen. Vorab erstmal ein Bild zum Größenvergleich mit einer Jackson Dinky, Konzertgitarre und Sopranukulele.

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Mittlerweile ist das kleine Teil ein Jahr alt und ich bin immer noch hoch zufrieden. Kann sie dementsprechend bedingungslos weiterempfehlen. Ich habe mal meine Rezension herausgekramt, welche ich unmittelbar nach Erhalt der Uke, vor einem Jahr auf Amazon veröffentlichte. Falls jemand noch auf der Suche nach einer guten und günstigen Ukulele ist, kann dies vielleicht ganz nützlich sein:

Ich spielte schon lang mit der Idee, mir eine Ukulele anzuschaffen. Wollte nicht all zu viel Geld für ein Einsteigerinstrument ausgeben und laß über die günstigeren Uken leider durchweg schlechte Kritiken, was mich vom Kauf einer solchen lange abhielt – Bis ich auf die US60S von Stagg stieß!

Die US60S ist ein guter Kompromiss, wenn man rein garkeine Ahnung von Uken hat und sich noch nicht sicher ist, ob man ernsthaft weiterspielen will, oder das Instrument als Zierde an die Wand hängt. In einschlägigen Ukeforen wird die US60S als durchaus empfehlenswertes Einsteigerinstrument angepriesen, was mich zum Kauf dieses Modells animierte. Meine Intention beim Kauf einer Uke war in erster Linie der Spaß – ich wollte ein günstiges Spaßinstrument, das gern auch auf Metalfestivals zur Trinkliedbegleitung herhalten kann. Ein Instrument, dem man nicht hinterhertrauert, wenn die ein oder andre Macke zum Vorschein kommt. Allerdings ist die US60S schon zu hochwertig und schade um als Spaßinstrument herzuhalten.

Die kleine Klampfe wirkt sehr hochwertig und Edel. Nimmt man Sie in die Hand, fällt als erstes die starke Kopflastigkeit auf, welche aber beim Spiel nicht sonderlich stört. Die Uke ist sehr hübsch anzusehen und ist bis auf kleine optische Mängel – über die man bei dem Preis hinwegsehen darf (zumal sie eh nur auffallen, wenn man weiß, dass sie existieren!) – gut und solide verarbeitet. Besagte Mängel sind kleinere Macken im Griffbrett und Leimreste am Korpus, welche sich aber leicht wegschmirgeln lassen. Der Ton ist – selbst mit Originalsaiten – ausgewogen, wohlklingend, hell, laut und man spürt fast den Hauch eines Sustains. Eben so, wie man sich einen optimalen Ukulelensound vorstellt. In einschlägigen Ukeforen wird die standardmäßig recht hohe Saitenlage der US60S hin und wieder bemängelt. Bei meiner Uke sind es im 12. Bund 3mm – für mich optimal und kein Grund am Steg zu feilen um die Saiten tieferzulegen. Die Uke ist relativ bundrein. Durch die Saitenlage und der damit verbundenen stärkeren Dehnung der Saiten, kann es beim Niederdrücken im 12. Bund aber zu leichten Abweichungen kommen – nicht hörbar, aber messbar. Für mich kein Mangel, da dies durch kleine Umbauarbeiten am Steg kompensiert werden kann. Werde diesbezüglich mal andere Saiten antesten.

Als langjähriger Gitarrist war ich erstmal ein wenig über die unkonventionelle Stimmung (G C E A) einer Ukulele verwirrt und es brauchte einige Stunden der Eingewöhnung, bis erste wohlklingende Töne dem Instrument zu entlocken waren. Da diese Uke eine Sopranuke ist, ist sie recht winzig, was bei vielen Menschen ein „oh, ist die niedlich“-Aufschrei bewirkt. Trotz dieser geringen Größe lässt sie sich auch mit riesigen Händen komfortabel spielen. Meine Hände sind in etwa so Groß wie der Korpus und kommen dennoch gut am Griffbrett vorwärts. Was möglicherweise daran liegt, dass ich mich auch auf der E-Gitarre gern jenseits des 12. Bunds aufhalte und mit engen Bünden durchaus vertraut bin. Ich weiß nicht, wie es bei ungeübten Leuten mit großen Pranken aussieht, möglicherweise könnte eine Sopranuke in solch einem Falle ein wenig zu fummelig sein. Ich habe sie trotz dieser Bedenken quasi blind gekauft und muss sagen, sie hat mich keineswegs enttäuscht.

Das Ukulelenspiel ist sehr leicht zu erlernen. Mit ein wenig Vorahnung bzgl. Saiteninstrumente, lässt sich nach zwei Tagen des Klimperns bereits ein recht motivierender Fortschritt feststellen. Passend zur Jahreszeit durfte ich bereits ein paar Weihnachtslieder darbieten..
Akkorde sind schnell gegriffen, Töne und entsprechende Tonleitern schnell lokalisiert.

Die mitgelieferte Tasche ist eine Tasche, nicht mehr, nicht weniger. Sie schützt vor Staub und Blicken auf die Ukulele – mehr nicht. Allerdings tut sie dies recht solide. Das Material ist ein ungepolsteter aber robuster Nylonstoff, ähnlich dem eines Eastpackrucksackes.

Zum Schluss noch ein Tipp: es lohnt sich Preise im Netz zu vergleichen! Man kann im Netz durchaus Angebote zu diesem Instrument finden, die nur die Hälfte der restlichen weit verbreiten „Angebote“ kosten – also Augen auf!

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Eine bebilderte Schritt-für-Schritt Anleitung zum Saitenwechsel. Dieses Tutorial richtet sich an Anfänger, die noch nie die Saiten ihrer Uke wechselten, bzw. generell keine Erfahrung mit dem Wechseln von Saiten haben.

Der Saitenwechsel kann zum Anlass genommen werden, das Instrument an Stellen zu reinigen, die mit aufgezogenen Saiten schlecht zugänglich sind. Ich benutze dafür feine Stahlwolle für die Bundstäbe, einen Microfaserlappen für die Decke sowie ein Pflegemittel, in meinem Falle FastFret, fürs Griffbrett. FastFret dient ansich der Imprägnierung von Stahlsaiten, allerdings eignet es sich auch prima, um Griffbretter zu ölen und versiegeln. Desweiteren werden benötigt:  Seitenschneider, Stimmgerät, die Saiten und eventuell eine Saitenkurbel. Als chromatisches Stimmgerät dient bei mir ein iPod touch mit der App Cleartune, auf die ich in einem folgenden Beitrag genauer eingehen werde.

Meine Ukulele mit den alten, schwarzen Nylonsaiten, quasi noch jungfräulich. Denn dies sind noch die werkseitigen Saiten, welche ich bereits seit fast einem Jahr spiele. Ich wechselte von GHS Nylonsaiten auf Flourocarbonsaiten der Marke Martin.
Nach dem Auspacken der Saiten, muss man sich vor Augen halten, welche Saite welchem Ton entspricht. Meist sagen die Packungen nicht viel mehr aus, als die Saitenstärke in mm oder inch. Martin macht es uns allerdings einfach, und benennt die Saiten in einer Tabelle. Außerdem sind sie durchnummeriert. Die erste Saite ist die A-Saite. Die oberste, dem Daumen naheliegende Saite, ist die G-Saite.

Nun gehts ans Eingemachte: Die Saiten werden wie im Bild gezeigt gelockert und entfernt.

Eine Saitenkurbel kann das lästige Drehen sehr erleichtern.

ist die Ukulele erstmal komplett entsaitet, lassen sich sonst eher unzugänglichere Stellen wie Griffbrett, Bundstäbe, Steg und Decke leicht reinigen. Sinn macht es, die Bundstäbe mit hochfeiner Stahlwolle zu polieren. Um Kratzer im Griffbrett zu vermeiden, schneidet man sich am besten eine Pappschablone zurecht, welche das Holz rund um den zu bearbeitenden Bundstab abdeckt. Jeder so „freigelegte“ Bundstab wird nun einzeln mit Stahlwolle in Längst- und Querrichtung sanft abgerieben. Anfallende Späne der Stahlwolle werden zum Schluss grob abgepustet. Als nächstes wird das Griffbrett mit einem Reinigungsöl poliert und versiegelt. Ich nutze dafür meist FastFret oder WD40. Im Fachhandel gibt es auch Mittel speziell für die Griffbrettreinigung, welche möglicherweise bessere Ergebnissse erzielen. Zum Schluss wird die Decke mit einem weichen Lappen gereinigt. Auch hier kann man mit speziellen Reinigungs- und Pflegemitteln arbeiten. Meist reicht aber ein trockener Microfaserlappen oder bei unbearbeiteten, eher rohen Hölzern ein Spritzer Möbelpolitur.

Die entsaitete und gereinigte Ukulele kann nun mit neuen Saiten versehen werden. Verfügt die Uke über einen ukulelentypischen, gekerbten Steg, in dem die Saiten lediglich eingehängt werden, so werden diese am Ende mit einem speziellen Knoten versehen. Das Bild zeigt hoffentlich deutlich genug, wie dieser Knoten geknotet wird. Damit sich der Knoten unter Spannung nicht löst, ist es wichtig, ihn vorm Einhängen in den Steg besonders stramm zu ziehen. Wer dem Knoten allein nicht traut, kann diesen kurz mit einem Feuerzeug verschweißen. Aber bitte auch wirklich nur ganz kurz! Ansonsten ist die Saite hinüber oder man kann im Idealfalle – sofern die Saite noch lang genug ist – einen neuen Knoten fabrizieren.

Die verknotete Saite wird nun wie gezeigt in den Steg eingelegt. Das überstehende Ende wird zum Schluss auf ein erträgliches Maß gekürzt

Das obere Ende der Saite wird nun in die entsprechende Mechanik gefädelt. Damit die Saite unter Spannung nicht nachrutscht, empfiehlt es sich, das Ende mehrmals durch die Öse der Mechanik zu ziehen. Es ist darauf zu achten, dass die Saiten später quasi innerhalb des, durch die Mechaniken begrenzten, Rechteckes auf der Kopfplatte liegen. Nur so lässt sich eine einheitliche Drehrichtung der Mechaniken erzielen. Man beginnt die Saite langsam aufzudrehen, während man sie mit der anderen Hand spannt.

Sinnvoll ist es, dass sich die Saiten nach unten hin, in Richtung Kopfplatte, auf der Achse der Mechanik aufwickeln. Nach einigen Windungen drücken sie nämlich gegen die vorher aufgefädelte Schlaufe und pressen diese in die Bohrung der Mechanik. Die Saiten sind nun zusätzlich gegen unbeabsichtigtes herausrutschen gesichert. Zusätzlich kann das Saitenende direkt an der Mechanik abgeschnitten werden, ohne dass es sich von allein löst.

Et voila! Die nackte Ukulele ist wieder bekleidet!

Zum Schluss werden die überstehenden Enden der Saiten an Steg und Mechaniken abgeknipst. Fertig.

Was nun noch kommt ist das Stimmen der neuen Saiten. Allerdings sollte man sich hierbei ein wenig Geduld gönnen. Während der ersten Tage können sich die neuen Saiten extrem verstimmen – egal wie akribisch man sie bereits stimmte. Es wird einige Spielzeit vergehen, eh die neuen Saiten die Stimmstabilität der alten erreicht haben. Es empfiehlt sich, regelmäßig an den Saiten zu ziehen, um die Spannung kurzfristig zu erhöhen, bis sie ihre Stimmung dauerhaft halten.

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(dies ist der Artikel mit den meisten Clicks und niemand, absolut niemand schreibt einen Kommentar? Das geht auch anders, ziert Euch mal nicht so! 😉

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So, es ist vollbracht. Bin nun endlich – mit großzügiger Verspätung – dazu gekommen, die Nylonsaiten gegen Fluorocarbonsaiten zu tauschen. Nun, was gibts zu sagen.. Ich werde mich in diesem Artikel erstmal kurz fassen. Ausführlicher Bericht + bebilderte Anleitung zum Saitenwechsel folgen in Kürze.

Als erstes fiel mir auf, dass diese besagten Fluorocarbonsaiten normalen Akustikgitarren-Nylonsaiten sehr ähneln. Entweder ist Flourocarbon nichts anderes als Nylon, oder ich habe auf meiner Akustikgitarre schon seit 10 Jahren diese ominösen Hightechsaiten drauf. „Akustikgitarre“ war auch das erste was ich beim Anspielen der Saiten dachte. Der Sound ist voluminös, warm, klar, kräftig und tiefenreich. Eigentlich schon zu kräftig für eine Ukulele. Für meinen Geschmack schon fast zu gitarrenmäßig, aber interessant.

Die Saiten sind obendrein dicker und strammer, als die alten GHS Nylonsaiten. Ungewohnt.. auch in diesem Punkt für meinen Geschmack schon zu gitarrenmäßig. Aufgrund der Festigkeit und daraus resultierenden Saitenspannung, ist mehr Druck beim Greifen von Nöten. Ich spiele zwar überwiegend E-Gitarre und bin dicke, stramme Saiten gewohnt. Aber diese Fluorocarbonsaiten haben mir trotz dicker Hornhaut eine Blase am Mittelfinger beschert.

Was ebenfalls noch zur Saitenspannung zu sagen ist, ist die Tatsache, dass dadurch die Saiten besonders beim Fingerpickingspiel sehr gut intonieren und sich präziser zupfen lassen. Beim Strumming hingegen erscheint mir der Ton ein wenig zu dumpf. Palmmuting dämpft nicht nur den Ton ab, sondern lässt die Saiten komplett verstummen. Attack? Fehlanzeige. Möglicherweise liegt es auch daran, dass ich noch nicht mit vollem Einsatz in die Saiten haue, wie ich es bei den alten Nylonsaiten tat. Diese waren im Allgemeinen weicher, lockerer und angenehmer zu greifen. Der Ton war Ukulelentypisch. Eben so, wie er eben nicht auf einer Akustikgitarre zu imitieren ist. Glasklar, quakend und hell. Eben die Tonlage, die für mich sehr Ukulelentypisch klang.

Die Flurocarbonsaiten klingen zwar grandios, aber für meinen Geschmack zu warm und voluminös. Nun klingt die Uke erst recht wie eine Gitarre mit Capo im 5. Bund. Wahrscheinlich eine Sache der Gewöhnung. Aber überrascht bin ich schon. Ich weiß nur noch nicht, ob positiv oder negativ.. Ich mein toll klingen tuts ja irgendwie. Mal schauen, was ich in einer Woche zu den jetzigen Negativpunkten sagen werde…

Fassen wir nochmal zusammen:

contra: klingt nun wie eine A-Gitarre, hohe Saitenspannung, wenig Einfluss auf Tongebung beim Strummen (man könnte auch sagen es mangelt an Attack),
pro: klingt nun wie eine A-Gitarre, schöner Klang, ungewohnt viel Sustain, präziseres Zupfen.

Nachtrag (Juli 2012): Mittlerweile spiele ich die Saiten seit über einem halben Jahr, die Negativpunkte sind alle verschwunden. Es ist lediglich eine Sache der Gewöhnung, der Spieler muss sich an die Saiten gewöhnen, die Saiten müssen sich an den Spieler und seine Spielweise gewöhnen. Ist dies erstmal geschehen, verfließt man förmlich mit dem Instrument und hat viel Einfluss auf Tongebung und perkussive Effekte. Was die Haltbarkeit der Saiten angeht, kann ich sagen, dass ich sie seit mehr als einem halben Jahr sehr regelmäßig spiele und dabei teils recht hart strumme. Nachstimmen ist nur selten erforderlich und bislang kann ich keinen Verschleiß an den Saiten feststellen. Fazit: Bedingungslos zu empfehlen!

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Seit einem Jahr spiele ich nun Ukulele. So alt ist auch meine Uke und die Saiten, welche ich tagtäglich quäle. Wohlbemerkt sind es noch die Standardsaiten, welche beim Kauf bereits aufgezogen waren. Von solchen Standardsaiten, die bereits Werksseitig aufgezogen wurden, liest und hört man selten gutes. Meist handelt es sich um minderwertige Nylonschnüre, die dumpf oder blechern klingen und schnell reißen. Bei meiner Uke war dies nicht der Fall, ich bin bis heute sehr zufrieden mit den Standardsaiten. Allerdings muss ich dazu sagen, dass es Markensaiten von GHS sind. Zwar auch Nylon, aber so kenne ichs von Akustikgitarren und so bin ichs gewohnt.

Sicherlich hängt ein Großteil des Tones von der Ukulele an sich ab, allerdings spielen die Saiten auch eine sehr wichtige Rolle in Sachen Toncharakteristik. Der Ton ist ausgewogen, warm und nicht zu schrill. Selbst nach einem Jahr täglichen Spielens sind die Saiten noch sehr stimmstabil und machen nicht den Eindruck, als würden sie in Kürze reißen. Eigentlich sehe ich keinen Grund, sie jetzt schon zu tauschen, allerdings habe ich neulich im Zuge einer Thomannbestellung auch zwei Sätze Ukulelensaiten mitbestellt. Die gewohnten GHS Nylonsaiten und Flourocarbonsaiten von Martin. Insbesondere zu letzterer Saitenart liest man sehr viel positives, was Klang und Bespielbarkeit angeht. Die Neugier war einfach zu groß, um sie nicht zu bestellen.

Ich konnte mir unter Fluorocarbon rein gar nichts vorstellen. Beim Auspacken und genauerem hinschauen erschienen sie mir wie gewohnte Nylonsaiten, wie ich sie bislang auf meiner Akustikgitarre verwendete. Aber irgendwo muss es einen Unterschied geben. Ich bin gespannt, ob diese Saiten den Erwartungen entsprechen.

Im Zuge des Saitenwechsels wird es in den nächsten Tagen eine bebilderte Anleitung zum Wechseln der Saiten geben. Klangbeispiele könnte ich zwar liefern, werde es allerdings nicht machen, da mir die Möglichkeit einer hochqualitativen Aufnahme nicht gegeben ist. Unterschiede und Nuancen ließen sich nicht heraushören. Wer wissen möchte, wie eine Stagg US60-S mit GHS Nylonsaiten klingt, kann sich diese eher schlechte Aufnahme anhören.

 

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